Stammesgeschichte

von Andreas Irowy unserem ehemaligen Stavo (Stammesvorsitzenden)

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben
Und in jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft zu leben

Mit diesem Auszug aus Hermann Hesses „Stufen“ möchte ich unsere Stammesgeschichte beginnen…

Zu den Anfängen kann ich leider nicht sehr viel berichten, denn als der Stamm am 1.7.1977 gegründet wurde, war ich gerade 4 Jahre alt und habe mir über den Stamm Columbus auch noch keine so großen Gedanken gemacht. Was sich dann später änderte.

Zum Leben erweckt wurde der Stamm, zunächst als eine Siedlung von Ottobrunn. Ziemlich bald wurde er dann aber als eigenständiger Stamm anerkannt, da ein großer Andrang an Kindern und wohl auch an Leitern bestand, was in der heutigen Zeit leider nicht mehr immer der Fall ist.

Der Gründer „Andreas Busche“ und auch schon, „Gregor Vorhauser“, der später mein Stavo war, engagierten sich sehr und der Stamm wuchs und wuchs und zählte später mit über 120 Mitglieder zu den stärksten Stämmen im Bezirk München Ost.
Im Jahre 1989 legte dann Gregor Vorhauser sein Amt als Stammesvorsitzender leider nieder und übergab seinen Posten Martin Unger, der eine Zeit lang auch einer meiner Gruppenleiter war. Was nun folgte war ein eher trauriges Kapitel in der Stammesgeschichte… Dadurch, dass sich die Leiterrunde aus einem Freundeskreis zusammensetzte, die auch alle kurz vor dem Abitur standen, trat eine leichte Flaute ein. Nachdem Abi gingen zu allem Übel die meisten der Gruppenleiter in eine andere Stadt zum Studieren, machten Zivildienst oder arbeiteten ehrenamtlich in unserer Siedlung in Putzbrunn weiter und hatten deshalb nicht mehr soviel Zeit oder vielleicht auch einfach keine Lust mehr auf Jugendarbeit… Die Folge davon war, es lösten sich sehr viele Gruppen einfach auf oder wurden zusammengelegt und der Stamm schrumpfte ziemlich. Der einzige aus der „alten Ära“ Andreas Augustin der dann zum Schluss die ganze Verantwortung alleine trug, war dem Stamm noch treu geblieben. Doch auch bei ihm zeichnete sich nach einiger Zeit ein Weggang ab und so übertrug er mir und Doris Reichert 1991 die Leitung über den Stamm. Zu dieser Zeit war ich sehr gespalten, ob ich dieser Aufgabe gewachsen war oder nicht. Ja, ich war kurz zuvor erst volljährig geworden und hatte mich weder mit den organisatorischen Dingen, noch mit der Verantwortung die nun auf meinen Schultern lastete, auseinandergesetzt. In dieser Zeit bestand der Stamm aus vielleicht noch höchstens 15 Mitgliedern und es drohte die Auflösung…

Das der Stamm gerettet wurde, kann man eigentlich an zwei Punkten aufhängen. Der erste Punkt war eine neue Rovergruppe, die sich durch Zufall ergab und sehr viel Engagement zeigte. der Zweite war der Einstieg von Albert Mayer, der mir durch seine jahrelange Erfahrung in der Jugendarbeit sehr viel zeigen und helfen konnte und mir einige Arbeit abnahm. Seit dieser Zeit entwickelte sich der Stamm stetig, und er hat wieder eine stolze Größe erreicht.

Mittlerweile bin ich sehr froh, dass ich vor Jahren, die richtige Entscheidung getroffen habe und mich der Aufgabe Stamm Columbus stellte. Was ich durch diese Aufgabe in den letzten Jahren lernte, möchte ich nicht missen und man kann eigentlich nur jedem Jugendlichem empfehlen einmal ehrenamtliche Arbeit zu leisten und davon zu profitieren…

Abschließend möchte ich einige Worte des Dankes loswerden. Zuerst möchte ich mich bei meiner jahrelangen Stavine Johanna Schmidt bedanken, ohne die ich es niemals geschafft hätte den Stamm aufzubauen und auch über die Jahre hinweg so erfolgreich zu führen.

Ebenso gilt ein grosses Kompliment meiner Leiterrunde, die seit Jahren zu uns steht und uns sehr stark mit ihren Ideen und Ihrem Engagement unterstützt.

Ein besonders Dankeschön auch an Albert Mayer und seine Frau Silvia, die bei jeder Stammesaktion zu uns standen und uns nie im Stich gelassen haben.

Ein herzliches Gut Pfad
Andreas Irowy